Mehr Freunde über Messenger?

Unter meinem Beitrag über meine „Freunde-Finden-Dysfunktion“ ergab sich eine Diskussion mit Nadine, die mich etwas nachdenklich stimmte. Ist es Anspruchsdenken, wenn ich WhatsApp ablehne und damit Leuten die Möglichkeit nehme, mit mir unkompliziert zu kommunizieren? Liegen daher mögliche Freundschaftsanbahnungen brach? Würde ich mehr soziale Kontakte haben, wenn ich WhatsApp nutze?

Ich habe einen Hang zur Wissenschaft und hätte Lust, das auszuprobieren, zu analysieren und hier zu dokumentieren.

Aber ich weiß leider auch vieler Sicherheitslücken von WhatsApp bis hin zur Konzernzugehörigkeit zu Facebook.

Mein Mann arbeiten in der EITIIII und ihm ist es verboten, WhatsApp auf dem Diensthandy zu installieren. Auch andere aus meinem Freundeskreis, die in dieser Branche arbeiten, wollen oder dürfen dieses Programm nicht verwenden.

Eine Freundin von mir (auch EITIIII) hat deshalb das Programm auf einem Zweithandy mit eigener Karte installiert und nutzt es nur da. Natürlich muss man auf so einem Zweithandy die Kontaktdaten reduzieren auf die, die ebenfalls mit WhatsApp kommunizieren wollen, denn WhatsApp scannt ALLE Daten auf dem Handy und nutzt diese auch.

Ich bin immer wieder erstaunt darüber, dass sich das noch nicht rumgesprochen hat. So erzürnte sich neulich ein Kollege darüber, dass eine App, dessen Namen ich leider wieder vergessen habe, alle Daten aus seinem Telefonbuch abscannte und diese für sich nutzte. Darauf sagte ich: „Ja, genau wie WhatsApp.“ Worauf er mich mit großen Augen ansah. Tja, iss so.

Dadurch, dass ich mit dem Regime groß geworden bin, das auch ohne Handy wenig von Privatsphäre hielt und man mir deshalb schon als Kind eintrichterte, dass ich aufpassen soll, was ich am Telefon sage und in Briefe schreibe, ist für mich so ein Strukturwandel hin zu: „Ich habe nichts zu verheimlichen, mir doch egal, wer meine Nachrichten alles mitliest“, sehr schwer [1].

Deshalb hatte ich Signal installiert. Leider nutzen das nur wenige, weshalb das, wenn ich im Umfeld immer höre, was sie alles mit WhatsApp organisieren, machen und tun, keine echte Alternative ist, denn ein Messenger lebt davon, WIE VIELE ihn gemeinsam nutzen.

Oh Mann, während ich das so schreibe, bekomme ich echt Bauchschmerzen, das mit WhatsApp auszuprobieren. Will ich das wirklich?

Was mich an Messengern auch abschreckt, ist die Flut an Informationen, die man wieder filtern muss [2]. Sogar bei Signal erlebte ich das. Kaum hatte ich Signal installiert, sandte mir eine Freundin „lustige“ Videos mit halbnackten Männern zu. WTF soll ich mit dem Scheiß? Ist ja noch nicht mal geil, sondern nur ein glattrasierter Mittezwanziger, der mich nicht hinterm Ofen hervorlocken kann.

Auf WhatsApp ist das noch schlimmer, wie ich mal auf einer Party mit Freunden erleben musste. Dort zeigten sie mir all die lustigen Videos, die ich verpasste, weil ich nicht WhatsApp installiert habe. Ich fand sie nur so semi lustig und war nach der Vorführung eher froh, sie nicht alle zugesandt bekommen zu haben. Außerdem denke ich dann auch an die ganze Datenflut, die dabei entsteht und inzwischen mehr CO2 produziert, als der gesamte Flugverkehr in Deutschland [3]. Ehrlich: Da würde ich lieber fliegen 😀

Vielleicht sollte ich es doch lieber lassen. Ich bin halt ein gottverdammter Umweltschützer-Nerd. Und das offensichtlich auch noch zwanghaft. Vielleicht tue ich der Menschheit sogar einen Gefallen, wenn ich mich nicht irgendwie vernetzte. Meine Moralgedanken sind einfach unerträglich hoch.

Moment! Dabei fällt mir ein, dass ich mich vielleicht mehr mit Gleichgesinnten vernetzen sollte. Wie sieht es gerade bei Greenpeace aus oder bei den Grünen. Nutzen die das auch? Sind sie sich der CO2-Werte von Datengebrauch bewusst und handeln auch danach? Vielleicht war mein Ansatz bisher ein ganz falscher?

Auch überlege ich schon lange, mich mehr für biologischen Gartenbau stark zu machen. Da gibt es auch genug Gruppen, in denen ich aktiv werden und mich vernetzen kann. Außerdem in Geschichtsvereinen und und und.

Tanzen hatte ich während Corona aufgegeben. Erst fand es ewig nicht statt. Als es dann wieder möglich war, hatten sie das mit der Anzahl an möglichen Paaren echt übertrieben. Vor Corona waren die Stunden nicht annähernd so gut besucht. Da entstanden auch keine Freundschaften, weil die Gruppen einfach zu heterogen waren. Vermutlich muss man das gemeinsame Interessenfeld wirklich besser umspannen, um ernsthafte Kontakte zu schließen. Denn wenn ich was über Freundschaften (und auch Partnerschaft) gelernt habe, dann ist das, dass man eine sehr hohe Schnittmenge an gleichen Werten haben muss, um zu harmonieren.

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[1] Off topic: Da ich mir bei dem Setzen von Anführungszeichen immer unsicher war, habe ich es jetzt endlich mal gegoogelt bzw. geduckduckt 😀 Nach Aussagen kommen erst die Anführungszeichen und dann das Komma.

[2] Durch meine Sensibilität und Introvertiertheit laufen mir schnell die Gefühle über, weshalb mich zu viele Informationen schnell stressen.

[3] Die Daten über die Messenger schaffen diesen hohen CO2-Verbrauch natürlich nicht alleine, aber sie sind ein Teil davon. Und wenn man sich überlegt, wie häufig ein Video gespeichert werden muss, wenn es über einen Messenger geteilt wird, dann potenziert sich da schon gewaltig was (wesentlich mehr als würde man nur Nachrichten oder einen Link senden).

Weiterführende Links:
Welt – Studie zeigt, wann Sie ihre Freunde verlieren; anhand von analysierten Telefondaten (natürlich aus den USA; keine Ahnung, ob das hier möglich wäre).
Donna – Als Erwachsener Freunde finden – So klappt’s

Radschutzstreifen sind feige Verkehrspolitik

Wie immer suchte ich eigentlich nach was ganz anderem und stieß dabei auf diesen Blogbeitrag von Captain Future, der für mich äußerst wichtige Aspekte aufgriff.

Bevor ich meinen Burn out erlitt, fuhr ich fast ausschließlich öffentliche Verkehrsmittel. Irgendwann hielt ich es aber nicht mehr aus, erst auf dem Arbeitsweg allen möglichen Kasperkram ertragen zu müssen und dann auch noch auf der Arbeit. Nach einem Dreivierteljahr krank zu Hause, fuhr ich nur noch mit dem Auto zur Arbeit. Auf Stelle I ging es sogar kaum anders (ging schon, aber…), weil wir feste Arbeitszeiten hatten und jede Minute zu spät geahndet wurde (alleine daran merkte ich schon, wie weltfremd manchmal feste Arbeitszeiten sind…). Das ist jetzt rund 2 Jahre her. Seit geraumer Zeit versuche ich immer mehr aufs Rad umzusteigen. Nun wohne ich etwas außerhalb, da ist so eine Strecke mit dem Rad mit SEHR VIEL mehr Zeitaufwand verbunden. Vom Wetter, so habe ich mir das dieses Jahr vorgenommen, lasse ich mich nicht mehr schocken. Klappte auch ganz gut. Man kann sich an das Wetter fast genauso gut anpassen, wie an die Zeiten des Öffentlichen Nahverkehrs 😆

Mit der Klimadiskussion wird Radfahren (für mich) noch wichtiger. Und da kommt der Beitrag von Captain Future ins Spiel. Mit Corona sind viele Radstreifen geklöppelt worden, nur leider oft sehr unbefriedigend für alle Beteiligten. Das fehlende Konzept merkte man schon sehr (auch wenn da anderes behauptet wurde…) [1]. Mit jedem neu „eröffneten“ Radstreifen wurden Visionen von Fahrradstädten wie Kopenhagen verbunden. Liest man aber die Zahlen, seit wann Kopenhagen dies anfing umzusetzen, sollten wir uns ganz schnell schämend verstecken! Irgendwie werde ich dabei gerade das Bild von Großkotz-Deutschland nicht los…

Captain Future macht in seinem Blog nun klar, dass unsere „Weiterentwicklungen“ in der Autoindustrie den Autoverkehr in Großstädten nur weiter befeuern werden. Mit dem immer noch steigenden Autoverkehr und der weiterhin freien Fahrt für Autos in Innenstädten, wird der Wegzug aus den Städten gefördert (wodurch die Flächenversiegelung immer größer wird, was Starkregen und fehlendes Absickern von Wasser nach sich zieht usw.). Radschutzstreifen sind ein Indiz dafür, dass es politisch gewollt ist, dass der Autoverkehr weiter in der Innenstadt bleiben soll.

Im Grunde gibt es aber keine Alternative, als den Autoverkehr komplett aus der Stadt zu holen.

Auch Lieferverkehr kann über Auslagerung an den Rand, durch Einlagerung der Ware in Boxen und Lieferung an das Endgeschäft in der Innenstadt über E-Autos oder Lastenfahrräder erfolgen. Es muss nicht jeder Schuhkarton einzeln in die Geschäfte in der Innenstadt mittels Riesenlastern mit Dieselantrieb geliefert werden. Gibt es alles schon (s. weiterführende Links unten).

Dies kann alles aber nur politisch gesteuert werden. Solange dicke Autos noch Statussymbol sind und überall die Gehwege zuparken „dürfen“, wird sich nichts Grundsätzliches ändern.

Auch Schulkinder könnten durch eine autofreie Stadt ERHEBLICH gewinnen. Sie wären auf dem Schulweg wesentlich weniger gefährdet, sie bekämen mehr Bewegung, die Eltern wären weniger ängstlich und könnten sie vielleicht auch mal wieder alleine zur Schule schicken, was ihnen wieder Zeitgewinn gäbe usw.

In Antwerpen sah ich mal, wie entspannend ein Schulschluss für alle Beteiligten in einer Straße ohne Autoverkehr sein kann. Wenn die Eltern die Kinder abholten, dann taten sie das auch mit dem Rad. Das wünschte ich mir auch endlich mal für uns. Kein Streit mehr um Verkehrsfläche (weniger Autos bedeutet auch mehr Platz in der Innenstadt!)!

Hach ja….man darf ja noch träumen dürfen…..

[1] Das langjährige „Konzept“ beinhaltet nun eine Schwäche für den Fußverkehr.

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Weiterführende Links:
FAZ – Aufos müssen raus; Berechnungen haben ergeben, dass autofreie Innenstädte nicht unbedingt dem Handel schaden; Hannover soll bis 2030 autofrei werden

Kontext – Rad und Rohrpost; Konzepte für die letzte Meile in der Innenstadt

Ohrwurm heute: Starken Regen, Starkregen…

„Ja, es gibt sehr starken Regen, Starkregen in großen Mengen und es ist in manchen Städten, wie in Hagen, in Altona, auch in Düsseldorf selbst, schwierig….“

Ja, es gibt auch Ohrwürmer, die keine Musik sind. Nachdem ich diesen Satz im Netz aufgeschnappt hatte, bekomme ich ihn nicht mehr aus dem Kopf.

Während Laschet da so gemütlich auf der Bühne Fragen beantwortete, soffen in seinem Regierungsland bereits erste Orte ab und es gab die ersten Toten. Als regierender Ministerpräsident seines Landes hätte er eigentlich den Katastrophenfall ausrufen, einen Krisenstab berufen und dafür sorgen müssen, dass Rettungskräfte gebündelt und verteilt werden. Aber anstatt den Flutwarnungen Gehör zu schenken, reiste er ab.

Viele ertranken im Keller, da Warnungen ausblieben. Dieses Video zeigt, warum man bei Starkregen auf keinen Fall in den Keller gehen sollte.

Freitagsfüller #15

Yieppieee, mal eine Freitagsfüller wirklich am Freitag 😀

Der Lückentext stammt von hier.

1.  Wenn ich richtig schwitze, saß ich vermutlich in der Sauna.

2.    Eine gesunde Welt in Frieden und Harmonie wäre zu schön.

3.   Ich könnte eigentlich mal wieder schwimmen gehen (hatten wir das nicht schon bei einem anderen Freitagsfüller?) .

4.   Im Moment möge die Klimaschutzpartei nicht untergehen.

5.    Im Übrigen steigen die Inzidenzen wieder 😦 Aber die Zahl von Großbritannien von heute schockte mich ehrlich: 483,5

6.    Im Grunde bleiben mir nur zwei, drei wirklich gute Freunde, mit denen ich die Corona-Krise gemeinsam erleben. Es ist nicht die Zeit, um neue Freunde zu finden.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf erholsamen Schlaf, morgen habe ich geplant, etwas im Haushalt zu machen, mehr weiß ich noch nicht  und Sonntag möchte ich mich genügend erholt haben!

Auf der Flucht und nie eine Heimat

Heute Nacht träumte ich davon, dass wir auf der Flucht waren. Ich schien noch klein zu sein oder jugendlich, ich weiß nicht so genau. Wir hatten Unterschlupf in einem verlassenen Haus gefunden. Es war erst vor Kurzem verlassen worden, da alles noch so da stand, als würden die Leute gleich wieder zurück kommen. Vermutlich waren sie auch auf der Flucht.

Plötzlich schritten Soldaten durch die Räume. Sie trugen lange, schwarze Mäntel, mit Abzeichen auf den Schulter. Sie wirkten, als wären sie aus einem schwarz-weiß Film entsprungen. Die ganze Szene wirkte surreal. Plötzlich sah ich mich von außen. Sah mich hinter einem Vorhang sitzen und einen Soldaten auf diesen zulaufen. Meine Angst entdeckt zu werden, war immens. Ich mochte gar nicht hinsehen. Plötzlich stand der Soldat vor dem Vorhang, riss ihn zur Seite und anstatt mir und meinem Bruder, saßen plötzlich unsere „Oberhemden-Teddys“ dort. [1]

Dann gab es einen Sprung. Ich kam gerade mit meiner alten Schulfreundin Heinke von einer Fete nach Hause. Sie wollte bei mir übernachten. Wir zogen unsere Mäntel im Flur aus, da klingelte es. Ein Soldat stand in der Tür und überreichte Heinke und mir Schreiben. Ich las nur wenige Worte, u. a. das Wort „Kriegswitwe“. Ich brauchte einige Zeit, bis ich verstand, dass das bedeutete, dass offensichtlich mein Mann gefallen war.

Ich ging immer davon aus, dass mich eine solche Nachricht umbringen würde, aber in dem Moment war ich eher gelassen. Es war so, als hätte ich schon lange nichts mehr mit meinem Mann zu tun gehabt.

Ich wachte auf.

Der Traum gab offensichtlich sehr große Teile vom Leben meiner Oma wieder. Sie war im zweiten Weltkrieg geflohen. Erzählte nie viel davon, lebte aber viel in der Vergangenheit. Träumte von dem schönen Land an der Ostsee, dass die Erde meiner Vorfahren mütterlicherseits war. Väterlicherseits bin ich Ur-Berliner, das schrieb ich hier ja schon häufiger. Meine Mutter wuchs vor den Toren Berlins auf und sah sich auch immer als Berlinerin. Sie kannte die Heimat meiner Oma gar nicht, da sie auf der Flucht noch sehr klein war. Kurz vorm Mauerbau packte meine Oma noch mal ihr ganzes Hab und Gut zusammen und floh nach West-Berlin. Für sie kein Ding, war sie doch Zeit ihres Lebens nirgends mehr Zuhause. Meine Mutter nun allerdings auch nicht mehr, denn ihre ganzen Freundinnen blieben alle im Osten und meine Mutter (Einzelkind), fühlte sich nun ebenfalls von ihrer Heimat abgeschnitten.

Mein Vater kam auch nicht aus dem Berlin, in dem wir später lebten, sondern seine gesamte Familie stammt aus einer einzigen Siedlung in Ost-Berlin. Dort waren sie fest verankert. Sie wurden allerdings ausgebombt und bekamen eine neue Wohnung im späteren West-Teil zugewiesen. Der Heimatteil war später nur schwer zu erreichen und die Kontakte wurden durch das Regime zerstört. [2]

Gehört es zu unserem unüberwindbaren Schicksal, dass wir nie richtig Wurzeln schlagen, egal wie lange wir an einem Fleck wohnen? Uns fehlt die tiefe Verbundenheit zu Land, Leuten, Nachbarn etc., egal wie lange wir da leben. So denke ich IMMER, dass ich fliehen kann, wenn es zu brenzlig wird. Ich würde auch ins Ausland fliehen, wenn hier der Rechtsruck zu groß wird. So, wie ich oft auch aus meinem Elternhaus floh, wenn die Schläge drohten zu fest zu werden. Und es gab dann nichts und niemanden, zu dem ich gehen konnte, da meine Eltern ein sehr zurückgezogenes Leben lebten. Auch wir Kinder wurden isoliert. Es gab keine Nachbarskinder oder einen Kindergarten. Keine Außenkontakte. [3] Die einzige Verwandte, zu der fester Kontakt bestand, war meine Oma. Die half aber nicht. Für die war alles okay.

Vor dem Hintergrund denke ich oft, kommt es daher, dass ich mich nirgends verankert fühle?

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[1] Das waren kleine Kuscheltiere, die meine Oma uns aus einem alten Oberhemd meines Vaters genäht hatte. Mein Bruder hat seins noch, ich hatte es irgendwann entsorgt, weil ich es hässlich fand und ich außerdem eine schreckliche Wut auf meine Oma hatte, weil sie mich nie richtig beachtet und mich auch nicht aus meinem kaputten Elternhaus gerettet hatte. Außerdem hatte sie mich enterbt. Ich gehe davon aus, dass sie durch ihre preußisch harte Erziehung und die Kriegserlebnisse, ihre Gefühle komplett abgekapselt hatte und nur irgendwie funktionierte. Ich mit meiner Gefühlsduselei war ihr zu fremd und „unvernünftig“. Es machte mich fast kaputt, dass ich für sie immer so „unvernünftig“ war und ich dadurch Zeit meines Lebens versuchte, „vernünftig“ zu sein. So zu sein, dass ich in die Gesellschaft passe und gemocht werde. Machte ich zu Hause (nicht nur bei meiner Oma) doch die Erfahrung, dass ich nicht richtig sei. Heute hätte ich das Kuscheltier gerne zurück, weil es mit zu meiner Geschichte gehört. Lässt sich aber nicht mehr aus dem Altkleidercontainer holen. Ist vermutlich zu Lumpen zerrissen worden 😦 Quasi verstorben 😦

[2] Je nachdem welche berufliche Laufbahn man im Osten einschlagen wollte, waren West-Kontakte nicht gerne gesehen, weshalb sich viele Verwandte nicht mehr meldeten. Auch die ganzen Freundinnen von meiner Mutter brachen den Kontakt ab. Nur ein paar alte Tanten, die lange in Rente waren, hielten den Kontakt aufrecht, da denen das Regime nicht mehr viel anhaben konnte. Im Gegenteil, ab ca. Mitte der 1980er ließ man sie sogar in den Westen reisen, da der potentielle Ausfall der Rentenzahlungen kein Verlust für den Staat gewesen wäre. Da die Leute durch großflächige Enteignungen aber nichts mehr hatten, waren sie nicht so blöd, diese Rente zu riskieren und fuhren immer schön brav wieder zurück.

[3] Ich gehe Mittlerweile davon aus, dass mein Vater Narzisst war und deshalb seine Familie komplett isoliert hatte. U. a. aus dem Grund, damit nichts nach außen dringen kann, damit sein Außenbild unantastbar blieb.

Freunde-Finden-Dysfunktion

Anfangs beschäftigte ich mich in diesem Blog viel mit dem Gedanken darüber, wie man Freunde findet. Ich hatte einfach das Gefühl, dass ich keine finde.

Die letzten Tage schrieb, traf, skypte ich plötzlich mit ganz vielen Leuten, so dass ich das Gefühl hatte, dass ich zumindest Bekannte im Überfluss habe.

Heute traf ich mich mit einer ehemaligen Kollegin von Stelle I zum Eisessen. Ich hatte mich wirklich gefreut. Sie war neu hierher gezogen und kannte kaum Leute, weshalb ich dachte, dass da vielleicht jemand ist, mit dem der Aufbau einer Freundschaft klappen könnte. Bei vielen klappt es ja nicht, weil sie schon einen völlig überfüllten Kalender mit Freunden haben und man da einfach keinen Platz mehr findet.

Aber wir schienen auch eine Wellenlänge zu haben, es war also nicht nur der Zuzug, so nötig habe ich es dann doch nicht 😆

Ich hatte sie nun lange nicht mehr gesehen. Ein Teil war natürlich Corona geschuldet. Eigentlich waren wir bereits für gestern verabredet, aber da kam ihr was dazwischen. Wie ich heute erfuhr, half sie einer Kollegin bei was. Gut, dann heute.

Zunächst fing das Gespräch sehr gut an, aber dann saß die besagte Kollegin zufällig ein paar Tische weiter. Okay, war dann noch ganz nett. Die Kollegin kam zu uns, zeigte ihr kurz was auf dem Handy und ging dann auch wieder. Da bin ich ja auch kein Spielverderber und wer weiß, vielleicht kann man da auch wieder einen Kontakt knüpfen….

Die Kollegin meiner Ex-Kollegin war dann weg und ich merkte, dass meine Ex-Kollegin immer wieder nervös auf ihre Smart-Watch guckte. Zwischendurch meinte sie, dass sie Nachrichten von einer WhatsApp-Gruppe von der Arbeit bekäme.

Kurz darauf rief ihr Mann an und sie meinte, sie müsse jetzt los, Döner besorgen und dann nach Hause zum Mann. Häh? Es war gerade mal halb Sieben. Wir saßen also ganze 1,5 Stunden zusammen. Sind wir im 19. Jahrhundert? Bei unserer Verabschiedung versicherten wir uns, dass wir uns auf jeden Fall bald wieder treffen wollten, wobei ich insgeheim mir sagte: „Ich melde mich nicht zu erst!“

Mir fehlte auch irgendwie ein Ansatz, wo man weitermachen könnte. Ob man vielleicht auch mal was zusammen macht oder so. Immer nur Eisessen finde ich auf Dauer echt langweilig. Es gab echt genug Punkte, aber am Ende musste ich mir eingestehen, dass wir vermutlich auf zwei unterschiedlichen Planeten unterwegs sind. Und während sie sich innerhalb von kürzester Zeit offensichtlich einen Freundeskreis aufgebaut hatte, fuhr ich nach Hause und kam mir mal wieder wie der größte Freunde-Finder-Spasti vor.

Am Ende überlegte ich tatsächlich, ob ich mir nicht doch WhatsApp installieren sollte, damit ich auch immer „toll“ auf dem Laufenden bin, was die ganzen Ex-Kollegen so alles machen. Sie erzählte mir von den ganzen Kündigungen, Kindern etc. Aber ich wollte gar nicht so viel über die Ex-Stelle reden, sondern gucken, ob wir nicht noch anders Berührungspunkte haben.

War das so falsch? Muss ich immer über andere reden, um im Gespräch zu bleiben?

Work and Bed Balance

Las gerade etwas darüber, dass Leute, die abends den Weg nicht ins Bett finden, unter „Revenge Bedtime Procrastination“ leiden. Sie haben tagsüber das Gefühl, dass sie die Zeit nicht selbst gestalten können, weil sie z. B. viel arbeiten und holen dann abends die Zeit für sich zurück. Unbewusst ist das auch eine Rache an dem Arbeitgeber, weil man durch dieses Verhalten nicht voll für seinen Job zur Verfügung steht.

Social Media und TV eignen sich besonders gut für Bedtime Procrastination, da sie kurzfristig unsere Belohnungssysteme ankurbeln ohne uns anzustrengen. (Quelle: funk auf Insta).

Als ich das las, fühlte ich mich doch SEHR erwischt.

Neulich stöberte ich ein bisschen durch die Links bei Lydia von Büronymus und stieß auf einen Beitrag der hinterfragte, was so schlimm an der Arbeitsmoral junger Menschen sein soll. Dabei fiel mir auf, dass es mir eigentlich nicht anders ging. Jahrzehnte immer nur befristete Arbeitsplätze mit einem immer weiter steigenden Renteneintrittsalter. Zwischen Mitte 20 und 40 nur ein sehr geringes Angebot an Stellen (aufgrund von Wirtschaftskrisen, aber viel häufiger aufgrund der potentiellen Möglichkeit, meine Eingeweide könnten Eier austragen – ich habe mich dann dem System wunderbar angepasst und keine Kinder bekommen, aus Angst den Job zu verlieren, weil ich nicht in die prekäre Lage meiner Mutter kommen wollte!). Nur mit dem klitzekleinen Unterschied, dass man meine Generation noch schlug. Was im Endeffekt dazu führte, dass man in der Arbeitswelt wesentlich gefügiger war. Man hatte mehr Angst, den Job zu verlieren. Denn das war ein Albtraum, da es kein weiches Sofakissen zu Hause gab, das einen auffing. Man war sich der Wichtigkeit seines Jobs mehr bewusst und übernahm mehr Verantwortung.

Und wenn sich heute meine Aushilfe mal eben für zwei Wochen krankschreiben lässt, um sich von ihrem neuen Freund ordentlich durchvögeln zu lassen, bin ich diejenige, die die Überstunden schiebt, denn irgendeiner muss ja den Job nun mal machen. Und wenn ich dann völlig erschöpft nach Hause komme, denke ich an alles (an Mord z. B.), nur nicht ans Vögeln: Viel zu anstrengend.

Das Einzige, was mich den ganzen Quatsch mitmachen lässt, ist ein bisschen Wohlstand und evtl. vielleicht mal eine Rente, die mich zumindest an die Ostsee fahren lässt. Von Fernreisen – was die Generation meiner Eltern gerne in der Rente gemacht hat – will ich ohnehin nichts mehr wissen: Viel zu anstrengend!

Aber vermutlich werde ich die Rente gar nicht erreichen, da ich nämlich auch schon seit Jahren mit viel zu wenig Schlaf klar kommen muss. Schlaf, den ich mir spare, um wenigstens ein bisschen Freizeit zu haben. Freizeit, die ich tatsächlich die überwiegende Zeit mit Fernsehen und Social Media verbrachte, nur um dann auf dem Weg ins Bett festzustellen, dass an dem Tag eigentlich auch wieder nichts für mich bei rauskam 😦 (Allerdings soll die Entscheidung für TV & Co. eher unbewusst ablaufen, weil man am Ende eines Arbeitstages gar nicht mehr die Kraft hat, sich noch für etwas anderes zu entscheiden.)

Meine geplante Arbeitsreduzierung hatte ja auch nicht geklappt. Laut Vertrag existiert die zwar noch, aber in echt eher weniger. Nun gut, jetzt komme ich mit meinen 30 Stunden auf die 40 und nicht wie früher mit 40 Stunden auf 50. Aber auch nur, weil mein Arbeitgeber keine Lust hat, noch mehr meiner teuren Überstunden zu bezahlen. Daher ja die Aushilfe….

Wie das klappt, sehe ich ja jetzt….

Und da frage ich mich, wie das zukünftig laufen soll, wenn eine Generation Arbeit nicht mehr wichtig nimmt und kommt und geht, wann sie will. Noch fängt das die alte Generation auf, aber was kommt dann? Läden ohne feste Öffnungszeiten? Gibt es schon: Internet. Kommen und gehen, wann man will? Gibt es schon: Vertrauensarbeitszeit. Keine Routinetätigkeiten mehr ausüben? Gibt es schon: Roboter und Digitalisierung.

Und das bisschen an niedriger Arbeit, wälzen wir einfach auf Entwicklungsländer ab. Tomaten aus China, Klamotten aus Indien, Erze aus dem Kongo, Autos ebenfalls aus China, Erntehelfer aus Polen und Rumäien.

Wir schaffen uns immer mehr selbst ab. Zurück bleibt ein Volk, das mit Blasen Geld verdient. Erst neulich schrieb mich ein neues Start-Up an, ob wir unsere Stellenanzeigen nicht über sie koordinieren wollen. Sie verteilen unsere Stellenanzeige in alle Netzwerke. Wäre ganz jung und ganz neu, die Idee. Warum kam sie mir nur so bekannt vor? Und vor allem, warum vergaßen sie die wichtigsten Plattformen: Fachzeitschriften und Foren?

Inzwischen werde ich auch wieder vermehrt von Head Huntern auf den Business-Netzwerken angeschrieben. Mein Lebenslauf wäre so interessant, ob ich nicht blablabla…. Wieder die gleichen Luftblasen, wie vor zwei Jahren. Wieder die gleichen Drecksfirmen.

Allerdings werde ich jetzt auch von Firmen direkt angeschrieben und das wunderte mich doch. Oder auch nicht. Hatten es doch sehr viele Firmen in der Coronakrise sehr eilig, ihre Leute in Dauerkurzarbeit zu stecken oder ganz auf die Straße. Darunter auch SEHR viele Konzerne, zum Teil auch Dax-Konzerne….. Aber auch z. B. Autowerkstätten. Unsere auch und die paar Männeken, die übrig blieben, kackten richtig ab, denn die Reparaturen wurden nicht weniger, aber Hauptsache, die Firmenherren konnten mal etwas öffentliche Gelder abgreifen. Allet Arschgeigen! Wir haben dann die Werkstatt gewechselt.

Und diesen Firmen geht nun der Arsch auf Grundeis, weil jetzt die Wirtschaft wieder durchstartet, aber kein Personal da ist. Und ich lache mich über jede Firma kaputt, bei der sich diese Arschgeigenpolitik rächt.

Und genau deshalb werde ich gerade nicht wechseln. Unser Unternehmen hat nicht einen einzigen Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Die hatten nicht mal darüber nachgedacht, obwohl uns auch die Aufträge wegbrachen. Mein Chef hat nach dem Motto gehandelt: Entweder wir gehen alle gemeinsam mit Pauken und Trompeten unter oder keiner. Zahlte sich aus. War zwar oft eine Zitterpartie, ging aber auf. Und als Arbeitnehmer kann dir doch egal sein, warum du auf der Straße sitzt, weil der Chef Corona-Auslese betrieben hat oder weil die Firma den Bach runter ging. Straße bleibt Straße. Aber dann sitze ich lieber auf der Straße, weil ich gemeinsam gekämpft habe und der Kampf einfach verloren wurde, anstatt ausgelesen worden zu sein! Denn warum wir gehen mussten, macht schon etwas mit uns. Auch für die Zukunft.

Warum ich lange kein Grün wählte und es jetzt wieder tun werde

Gestern sah ich einen GENIALEN Beitrag über den Lobbyismus im Zusammenhang des Lieferkettengesetzes.

Es war die Kabarettsendung „Die Anstalt“ vom 18.07.2021 auf 3Sat, noch bis zum 18.07.2022 hier abrufbar.

Kabarett ist ja oft ein bisschen lustig, aber da blieb mir schon sehr das Lachen im Halse stecken.

Der Beitrag fängt zunächst sehr harmlos an. Familie xy steht vor einer Box und bestellt ihre Einkäufe. Über einen Schacht fliegt die Ware in den Einkaufskorb. Irgendwie kommen sie dann auf die Tafel Schokolade zu sprechen und es wird sarkastisch dargestellt, wie die Bevölkerung vor die „Wahl“ gestellt wird, sich zwischen Ausbeuter-Schokolade und Fair-Trade-Schokolade zu entscheiden, während der Kakaobauer gar keine Wahl hat. Er müsste Fair-Trade zertifizieren lassen, was er aufgrund der Kosten nicht kann. „Alternativ“ kann er seine Schokolade an einen von drei Konzernen verkaufen, die den Preis machen und ihn von Jahr zu Jahr mehr drücken.

Am anderen Ende der Kette stehen dann solche Konzerne wie Unilever und Nestlé, die sich die Taschen vollstopfen.

Als Beschwichtigungsargument führt der Käufer der Schokolade das Lieferkettengesetz ins Feld. Daraufhin wird anhand einer kleinen Box bildlich dargestellt, was in diesem Gesetz drin ist: Quasi fast nichts!

Lediglich ein Kettenglied, nämlich das letzte, bevor die Ware in den eigenen Betrieb kommt, muss verfolgt werden. Also eine Lieferung, die bereits innerhalb Deutschlands stattfinden wird. Ein ursprünglich viel umfangreicheres Gesetz, wurde auf den kleinsten gemeinsamen Nenner der Industrie runtergebrochen, weil CDU-Politiker ihre zukünftigen Posten in der Industrie sichern wollten. Richtig, kannten wir bereits vom Schröder.

Kommt einem alles bekannt vor?

Ja, genau. Ähnlich werden wir schon seit Jahrzehnten von der Bekleidungsindustrie verarscht. Als ein Brand in einer Textilfabrik in Bangladesch publik wurde, ging ein Aufschrei durch die westliche Bevölkerung. Das war 2012! Daraufhin kleisterten die großen Labels überall freiwillige Verpflichtungen für gerechtere Entlohnung auf ihre Klamotten. Denn im Kapitalismus soll ja immer alles schön freiwillig bleiben, ne? So freiwillig, wie der Kakaobauer seine Kakaobohnen verkaufen kann….

Ich habe mal nachgesehen, diese Verpflichtungen sind inzwischen nirgends mehr auf den Seiten der großen Label zu finden, stattdessen ist Recycling das Thema der Stunde. Wie wir damit verarscht werden, schrieb ich bereits in meinem letzten Beitrag.

Die (Bekleidung-)Industrie ist eine Nutte, die uns immer das ins Ohr flüstert, was wir gerade gerne hören wollen. Und wie die Ratten dem Rattenfänger von Hameln folgten, lassen wir uns von diesen Fake-Deklarationen einlullen und schwupp ist das Gewissen wieder für die nächsten 10 Jahre beruhigt, bis die nächste Katastrophe kommt: Hochwasser, Brände, weitere Fabrikbrände usw.

Aber Hauptsache wir haben das neuste trendigste Teil an, gelle? Und während in Bangladesch die Fabriken weiter brennen, hat sich seit dem ersten öffentlichen Fabrikbrand ein Influencer-Trend durch die Gesellschaft geschoben, der seinesgleichen sucht (Hintergrundwissen). Harmlose kleine Home-Videos vermitteln unserer Jugend subtil, was sie alles in den nächsten Wochen UNBEDINGT brauchen. Früher wusste man noch sehr genau, was Werbung war, jetzt, wo fast alles im Internet als Werbung deklariert wird, kann man es nicht mehr unterscheiden. Zielgruppe immer 14-49 Jährige. Je jünger, je besser zu beeinflussen. Dabei sind das genau die, die später unter der Klimakatastrophe am meisten leiden werden.

Schon oft erwähnte ich, dass ich mich bereits seit meiner Jugend mal mehr mal weniger für Umweltschutz einsetzte. Als Schüler sammelte ich bereits Unterschriften für Greenpeace-Aktionen. Dabei lagen mir Tiere am Meisten am Herzen. Seit Corona-Beginn habe ich es auch endlich geschafft, fast vegetarisch zu leben. Ausschlag gab mir, dass immer mehr Rinder ganzjährig im Stall gehalten werden. Nach den Schweinemastbetrieben mit ganzjähriger Stallhaltung nun auch die Rinder. Dies führt zu immer mehr Verbrauch von Antibiotikum und in Folge zu multiresistenten Keimen, denen man mit Antibiotikum nicht mehr beikommen kann. Mir war eigentlich schon immer klar, dass wir irgendwann eine Pandemie haben werden, nur ging ich eher von multiresistenten Keimen aus, an denen alle übel verrecken werden. Gegen Bakterien kann man nämlich nicht impfen….

Warum wählte ich dann aber irgendwann die Grünen ab?

Ca. Ende der 1990-Jahre wurde publik, dass die Grünen selbst am umweltschädlichsten lebten. Viel mehr, als z. B. SPD-Wähler. Woran das lag? An dem Gehalt! Man stellte fest, dass arme Leute schon alleine deshalb fiel weniger die Umwelt verschmutzen, weil sie gar nicht das Geld dazu haben. Arme Leute fahren kleinere oder keine Autos, sie reisen viel weniger, essen weniger Lebensmittel, die wertvolle Umwelträume zerstören (Langusten z. B.) uvm.

Zusätzlich kam hinzu, dass die Grünen eine sehr arbeiterfeindliche Politik machten. Soziale Sicherheit in einem Land hängt aber sehr stark davon ab, dass es allen gleich gut geht.

Das Problem war, dass die Grünen der Gründungszeit, die überwiegend Studenten waren, aufgrund ihrer Studienabschlüsse, zu Reichtum gekommen waren und sich daher ihre Politik entsprechend änderte. Vorbei der Altruismus der Anfangszeit. Auch die Grünen versuchten ihre Schäfchen ins Trockene zu bekommen. Daher wählte ich ab da SPD und als die durch Schröder eine Schneise in die Sozialsysteme schlugen, Links. So, jetzt ist es raus….

Lange Zeit hätte ich diese Wahl nie öffentlich zugegeben, zu groß die Verbindung zur alten SED und nach Russland (ist so sogar im Wahlprogramm verankert, aber irgendwas ist ja immer), aber die einzige Partei, bei der ich glaube, dass der Lobbyismus nicht so groß ist, wie bei allen anderen.

Aufgrund der aktuellen Lage und auch weil ich glaube, dass die Grünen im Moment eine realistische Chance haben, an die Regierung zu kommen, will ich mich dazu herablassen, ihnen meine Stimme zu geben, auch wenn ich große Angst habe, dass deren Lobbyismus nicht kleiner ist, als der der CDU (daher harmonieren die Grünen in vielen Ländern auch so gut mit der CDU).

Denn es ist dieser Lobbyismus, der uns und unsere Umwelt ruiniert. Fünf bis sechs Global-Player, die alles beeinflussen, einschließlich unserer Politik.

Leider befürchte ich sehr, dass die Grünen, ähnlich wie damals die SPD, an ihrem Idealismus scheitern und sich am Ende genauso selbstherrlich die Bude aufmöbeln wird, wie einst Aurichs Bürgermeister Heinz Werner Windhorst:

Hoffentlich verkacken die Grünen das nicht, denn wir brauchen wirklich einen GANZ GROßEN RUCK, damit wir auf der Erde nicht erbärmlich verhungern.

Außerdem müssen wir alle aus unserer Wohlfühlzone raus! Dürfen nicht mehr dem Konsum frönen, als gäbe es kein Morgen mehr (gäbe es dann tatsächlich nicht mehr).

Mein Anteil:

  • Wo immer es geht, das Auto stehen lassen! (Ich werde mir KEIN neues Auto kaufen, da Neukäufe ebenso CO2 verbrauchen!)
  • Vegetarisches Essen aus wahren Bioprodukten (z. B. Demeter). Wenn Fleisch, dann auch nur z. B. vom Demeter-Rind.
  • Weniger Reisen und wenn möglich mit Bahn und/oder Rad.
  • Weniger Veranstaltungen und dort auf den ökologischen Aspekt achten (mein Traum wären klimaneutrale Veranstaltungen z. B. über Solarstrom).
  • Keine Klamottenneukäufe.
  • Auch andere Dinge, wenn möglich gebraucht kaufen.
  • Konsum so gering wie möglich halten.
  • Keine Käufe bei den großen Konzernen. (Oft versuche ich einheimische Kleinfirmen zu unterstützen.)
  • Abfall vermeiden.
  • Aussortierte Sachen weitergeben (im Kreislauf halten).
  • Stromsparen (haben wir eigentlich schon immer gemacht, durch meine Fernsehabstinenz wird das sogar noch mehr).
  • Mitgliedschaft in diversen Umweltorganisationen. Auch Gewerkschaften sorgen dafür, dass Industrieverbände nicht die absolute Oberhand bekommen und setzen sich für sozialere Gerechtigkeit insgesamt ein, z. B. auch für die Fabrikarbeiterinnen weltweit.
  • Ökostrom.

Bestimmt gibt es mehr, was man selbst machen kann, davon auch Dinge, die ich sicherlich schon mache, sie mir gerade nur nicht einfallen.

Anderseits soll solche Liste nicht darüber hinwegtäuschen, dass die größten Schweinereien aus der Industrie kommen.

Grafik zeigt das Ungliehcgewicht zwischen dem Anstieg und der Reduktion von CO2-Emissionen .
Quelle: https://www.quarks.de/umwelt/klimawandel/so-schlecht-ist-das-wirtschaftswachstum-fuer-unser-klima/

Was uns bleibt…

Vor ca. 4 Wochen sprach ich ein Buch an, dass ich gerade las. Ich wollte den Titel noch nicht nennen, da es ein Buch aus einem Selfpublishing-Verlag ist und in solchen Verlagen viel Schrott veröffentlicht wird. Ich bin immer noch erst bei Seite 65, will aber nun doch den Namen preis geben: „Der Staat mobbt am Besten“ von Rea Wolff, 2021 erschienen im tredition-Verlag.

Gekauft hatte ich mir das Buch aufgrund des Mobbingthemas, ausgelöst hat es in mir was ganz anderes.

Die Autorin schreibt äußerst detailliert und nennt (zumindest bis Seite 65) leider viel zu häufig Wikipedia als Quelle. Das hätte ich mir anders gewünscht. Aber was sie beschreibt ist auch ohne wissenschaftlich fundierte Quellen äußerst glaubhaft. Sie hat Chemie studiert und hat vieles Wissen sicherlich daher. Außerdem ist sie eine Umweltaktivistin. Ihre sehr umfangreichen Ausführungen über das Thema Umwelt, triggerte mich total an. Bis Seite 65 kam das Thema Mobbing erst am Rande vor, aber ich kann mir vorstellen, wo das Buch hinführt und warum es so wichtig ist, auch diese Aspekte im Buch aufzunehmen! Vermutlich muss sie die Machenschaften der Politik (die IMMER auf den öffentlichen Dienst einwirken) erörtern, um darüber an ihr Hauptthema, das Mobbing, zu gelangen. Denn die Mobbingtäter fanden sich bis in die obersten Etagen, dem Schulministerium.

Unter anderem offenbarte sie einen Aspekt über die Windkraft-Gegner. Mag sein, dass das für den einen oder anderen nicht neu war. Für mich war es das. Ich bin zugegebener Maßen nicht so besonders Zeitungsbelesen. Mich macht Politisches aggressiv. Ich bin ein Machertyp und wenn ich Zeitung lese und nichts machen kann, könnte ich Amok laufen. Daher lasse ich es oft, damit ich meinen Alltag halbwegs geregelt bekomme.

Wenn aber Themen durch die Hintertür zu mir kommen, dann kann ich mich plötzlich sehr intensiv damit auseinandersetzen. Fast ein bisschen zwanghaft.

In ihrem Buch beschreibt sie, dass es eine sehr einfache Methode gibt, um Rotmilane, die in die Rotorblätter fliegen, von den Windkraftanlagen fern zu halten: Man bringt Nistkästen von Falken an. Diese fliegen nicht in die Rotorblätter und sorgen dafür, dass die Rotmilane die Rotorblätter meiden. In Gütersloh war das Projekt sehr erfolgreich.

Nun gibt es einen Verein, der massiv gegen Windkrafträder mobilisiert, indem er Fotos von toten Milanen zeigt. Der Vorsitzende dieses „Vereins“ ist ein Mitarbeiter im Umweltministerium. Mitglied einer Partei, die die Industrie auf Teufel komm raus fördert, unglaublich eng mit ihr verstrick ist und sich sonst einen Scheiß für Umwelt interessiert, macht sich Sorgen um Milane????? Ehrlich jetzt???? Interessant ist in dem Zusammenhang dann auch, dass einige „Umweltschutzorganisationen“ diesen Tenor eins zu eins übernommen haben.

Solche Verstrickung begegnete mir außerdem in einem anderen Zusammenhang. So wurde ich durch die Carolin-Kebekus-Show darauf aufmerksam gemacht, dass die Ministerin für Landwirtschaft und Ernährung offensichtlich in Verbindung mit Nestlé steht. Außerdem macht Carolin Kebekus darauf aufmerksam, dass über die Hälfte der Mitglieder im Agraausschuss Mitglieder im Bauernverband sind. Alles Vereinigungen, die gegen eine Reformierung der Lebensmittelindustrie und der Landwirtschaft stehen!

Auf Arte machte der Beitrag „Dick, Dicker, fettes Geld“ darauf aufmerksam, wie eine Gesellschaft mit Zucker und leeren Kalorien systematisch durchseucht wird, um Millarden zu scheffeln! Dabei wurden z. B. auch mexikanische Lebensmittel, die als Kulturgut galten, vom Markt verdrängt und die mexikanischen Bauern arbeitslos gemacht. Zusätzlich zerstört die Zuckerindustrie durch Rohrzucker Naturräume!

Frau Wolff nahm interessanter Weise die mexikanische Art der Ernährung ebenfalls in ihrem Buch unter die Lupe und berichtete, dass man sehr wohl vegetarisch/vegan leben kann und zwar völlig ohne Zusatzstoffe und chemisch gepanschte Ersatzlebensmittel! Nämlich indem man bestimmte Kombinationen von pflanzlichen Lebensmitteln zusammen isst. Diese Kombinationen ersetzen die Folsäure, die der Körper nicht selbst herstellen kann, die angeblich nur der Fleischkonsum dem Körper zuführen kann. Ebenfalls ein Gerücht der Lebensmittelindustrie und vermutlich auch jener Bauernverbände! Diese pflanzlichen Kombinationen sind von überwiegend vegetarischen Gesellschaften, die diese bereits seit Jahrhunderten zu sich nehmen. Darunter – Trommelwirbel – die alte Ernährungsweise von Mexiko. Die, die ja nun systematisch zerstört wird.

Das Ergebnis dieser Monolandwirtschaft sind kaputte Flächen, die sich nicht mehr renaturieren können, da sie nicht die bei uns übliche Humusschicht haben. Und das alles, damit sich ein paar wenige Konzerne die Taschen vollstopfen können!

Tja, manchmal kann man gar nicht so viel Essen, wie man kotzen möchte.

Wir müssen weltweit wieder zu unserer ursprünglichen Ernährung zurück. Auch in Deutschland. Wenn es denn noch geht. Denn in Berlin-Brandenburg vertrocknen die Felder, während sie in Westdeutschland unter Wasser stehen, da Wetterfronten sich durch die Klimaerwärmung nicht mehr genügend bewegen.

Und während wir noch darüber diskutieren, wann denn nun ein Wandel stattfinden soll. Kohleaus in 2030, 40 oder 60, brennen unsere Billigklamotten in Bulgarischen Öfen ab:

Wir verpesten mit der Scheiße unsere Umwelt doppelt: Erst durch die freigesetzten Gifte bei der Herstellung und dann durch deren Verbrennung.

Wir haben schon lange den Punkt überschritten, an dem wir was retten können. Wir können nur noch Schadensbegrenzung betreiben!

Wenn wir und unsere Kinder überleben wollen, dann MÜSSEN wir sofort die Produktion von Billiglebensmitteln und Billigklamotten stoppen! Keine Verschwendung mehr von Ressourcen, egal wer, egal wo!!!!

Was geschehen muss (keine abschließende Liste):

  • Energiesparen durch Verkleinerung von Lebensraum. Eine Abschaffung der Grunderwerbssteuer für Wohnraum könnte eine Anpassung des tatsächlich benötigten Wohnraumes erheblich attraktiver machen! Wenn z. B. die Kinder aus dem Haus sind, könnten die Alten ohne finanzielle Einbußen zu kleinerem Wohnraum wechseln. Auch könnte der Aus-/Umbau von vorhandenem Wohnraum gefördert werden, damit das Mehrgenerationenmodell wieder attraktiver wird und Kinder nicht neue Flächen mit neuen Häusern zupflastern müssen.
  • Verhinderung von weiterer Versiegelung von Flächen. Siehe den Beitrag oben von Quarks; eine überhitzte Parkplatzfläche kann einen Starkregen auslösen! Frage mich ohnehin, warum man Parkplätze versiegeln muss. Nur damit es ordentlich aussieht??? Solche Eitelkeiten sollten wir uns abgewöhnen.
  • Konsequente Begrünung und Renaturierung von Asphaltflächen, Häuserwänden und Dächern.
  • Naturräume in Innenstädten MÜSSEN bleiben und sogar erweitert werden.
  • Konsequenter Ausbau von Fahrradstraßen ohne Autos! (Der freiwerdende Parkraum könnte dann begrünt werden.)
  • Tempolimit und hohe Strafsteuern auf PS-starke Fahrzeuge, damit große Fahrzeuge unattraktiv werden. Für alle!
  • Mehr Solaranlagen, Wind- und Wasserkraft. Abschaffung von Kohlekraft sofort!
  • Das Beheizen von Öfen und Kaminen mit Sondermüll (Sperrmüll, Kleidung etc.) muss verfolgt werden.
  • Aufforstungen.
  • Keine Neubauten mehr, sondern effizientere Nutzung von vorhandenen Flächen. Nicht nur bei Wohnraum, auch und gerade bei Industrie- und Büroflächen.
  • Strafzahlung für Leerstand.
  • Durch die Gleichschaltung von Gewerbesteuer, den Umzug von Firmen in steuerattraktivere Gemeinden verhindern (ebenfalls, um Neubauten, neue Gewerbegebiete und somit Flächenversiegelung zu verhindern).
  • Abschaffung von Billigdämmstoffen, die später wieder nur Sondermüll sind!
  • Strafsteuern auf Billigklamotten, die nicht recyclefähig sind! Billigklamotten müssen als das deklariert werden, was sie sind: Sondermüll!!!
  • Firmen dazu zwingen, ihre Produkte zurückzunehmen und für die Entsorgung zu sorgen (um Obsoleszenzen zu verhindern)!!! Keine Abwälzung von Entsorgungen mehr an die Sozialgemeinschaft!!! Das gilt auch für Atommüll!!!!
  • Umkehr zur traditionellen Landwirtschaft! Das ist nicht einfach nur Bio! Siehe z. B. Demeter.
  • Keine Importe mehr von Agrarprodukten aus zerstörerischen und genmanipulierten Landwirtschaften.
  • Altes Saatgut für alle!
  • Verbot von Billiglebensmitteln in Schulen und Kindergärten!
  • Konsequente Deklarierung der Lebensmittel. Schrott-Lebensmittel müssen auch gut sichtbar als Schrott zu erkennen sein!
  • In den Schulen muss eine nachhaltige Lebensweise unterrichtet werden.
  • Eine klimaneutrale Ernährung ist fast ausschließlich vegetarisch!
  • Der Konsum muss DRASTISCH gesenkt werden!
  • Influencer, die die Jugend mit Werbemüll überhäufen, müssen viel deutlicher deklariert werden und u. U. eine Altersbeschränkung erhalten, ähnlich wie Zigarettenwerbung.
  • Auch die Werbung für Lebensmittel muss drastisch reduziert werden!!!
  • Keine Werbung für Billig-Lebensmittel mehr in Kinderprodukten und Sendungen!!!!
  • Konsequente Strafsteuer für umweltzerstörende Lebensmittel (wie z. B. Burger, Kellogs, Billigmüsli, Kokosöl aus gerodeten Urwäldern etc.).
  • Kein Plastikspielzeug mehr.
  • Keine Spielzeugzugaben mehr in Lebensmittelprodukten!
  • Auch generell keine Werbebeilagen mehr, die nichts mit dem eigentlichen Produkt zu tun haben („lustige“ Figuren, Aufkleber, Sammelhefte etc.).
  • Konsequente Schulung aller für nachhaltigeres Leben!
  • Keine (Billig-) Flüge mehr!
  • Keine Autoreisen mehr.
  • Überhaupt: Drastische Reduzierung des gesamten Auto- aber unbedingt auch LKW-Verkehrs!!!
  • Der ÖNV muss umweltschonend sein (keine Dieselbusse durch Wohngebiete!).
  • Veranstaltungen müssen sicher und klimaneutral gestaltet werden (Pfandgeschirr, Bioprodukte, Strombetreibung Solar etc.).
  • usw.

Es gibt zur Zeit nur eine Partei, der ich einen Bruchteil dieser Forderungen zutraue und das sind Die Grünen.

Ja, Frau Baerbock mag abgeschrieben haben, aber Herr Laschet hat Ausschreibungen umgangen und seinem Zögling einen Millionenauftrag zugeschustert. Außerdem wählt man eine Partei und ihr Programm. Und die Grünen arbeiten mehr von der Basis, als jede andere Partei.

Mangels Alternativen müssen wir es einfach mit der Partei versuchen, auch wenn sie mich in der Vergangenheit schon enttäuscht hat.

Wir haben keine Zeit mehr und das haben inzwischen hoffentlich auch Die Grünen kapiert!

Und hier noch eine kurze Info, warum wir in Deutschland sehr wohl etwas tun müssen, auch wenn es weltweit Umweltverschmutzungen gibt. Zugegeben auch keine wissenschaftliche Quelle, dafür aber leicht verständlich. Denn dies muss einfach auch der letzte Idiot verstehen!!!!

Sturmflut und Erfolg in der Firma – 2 Träume

Traum von der Sturmflut

Ein Mann war bei mir. Ca. 2 Meter groß, nicht dick, aber korpulent. Sehr gut aussehend. Dunkle Haare mit feinen grauen Strähnen. Wie sich später herausstellte, Italiener. Kultiviert. Wir liefen über einen historischen Jahrmarkt, der in einer Altstadt, die über mehrere Etagen, die über Treppen verbunden waren, aufgebaut war. Wir liefen gemeinsam durch die engen Gassen und über die Treppen. Vor fast jedem Fahrgeschäft fragte er mich zärtlich, ob ich dort mitfahren wollte, was ich regelmäßig verneinte. Ich hatte keine Lust auf Karussells. Er wollte mir aber irgendwas Gutes tun. Lief immer sehr dicht neben mir und berührte mich immer wieder wie zufällig. Ich hegte Misstrauen. Wusste nicht, ob seine Avancen echt waren oder einem Zweck dienten, den ich noch nicht genau erkannte. Zum Schluss bot er mir eine Restauranteinladung an, die ich annahm.

Bereits beim Gang in das Restaurant informierte ich ihn darüber, dass in Kürze mein Zug fahren würde, ich also nicht lange könnte. Er deutete an, dass ich bei ihm bleiben könnte, als er allerdings merkte, dass ich das gewiss nicht machen würde, brach er sofort mit dem Vorschlag ab. Er wollte mich zu nichts zwingen. Mein Vertrauen wuchs und ich fing an, mich in ihn zu verlieben. Gemeinsam gingen wir Richtung Bahnhof.

Ein Zug fuhr ein, aber schon auf die Entfernung konnte ich sehen, dass er übervoll war und es keinen Sinn machte, mich zu beeilen, um ihn zu bekommen. Ich war entsetzt über die Fülle des Zuges in Corona-Zeiten. Wir liefen gemeinsam durch den Untergrund des Bahnhofes und schauten, ob noch ein Zug fuhr. Je mehr Zeit wir mit der Suche nach dem Zug verbrachten, um so schwerer fiel es mir, mich von ihm zu trennen.

Irgendwann saß ich endlich in meinem Zug und er winkte mir vom Bahnsteig zu. Auch dieser Zug war übervoll. Neben mir stand ein blondes Mädel, dass das Fenster geöffnet hatte und gierig die frische Luft einsog. Ich tat es ihr gleich und meinte zu ihr, dass das Öffnen des Fensters eine sehr gute Idee war.

Während ich damit beschäftigt war, so viel Luft wie möglich einzuatmen, sah ich, dass wir über einen Damm fuhren und vor uns Wasser lag. Als ich hoch sah, sah ich eine riesige Welle auf uns zukommen, die wenig später mit voller Wucht gegen den Wagon klatschte und ihn ins Wanken brachte. Von vorne hörte ich den Lokführer fluchen, dass der ganze Damm unter Wasser stand. Umkehren ging nicht mehr, also versuchte er mit Karacho über den Damm zu heizen, bevor das Wasser noch weiter stieg. Ich fing zu beten an und plötzlich saß ich auf dem Schoß des Mannes und er sagte zu mir, dass er, wenn wir das überleben, mich heiraten würde. Da wusste ich, dass er es die ganze Zeit ernst meinte mit mir.

Traum vom Erfolg in der Firma

Den Traum von der Firma träumte ich von vorgestern auf gestern und weil ich ihn nicht sofort aufschrieb, kann ich mich nur noch an Fetzen erinnern. Ich träumte auf jeden Fall davon, dass ich mit meinem Chef zusammen irgendwas feierte. Vermutlich einen großen Auftrag oder so. Ich träumte, dass darauf die Firma immer größer wurde und ich immer mehr Verantwortung, aber auch Personal bekam. Eigentlich ja etwas, dass ich nicht mehr wollte, weil ich Angst vor erneuter Überforderung habe, aber in dem Traum fühlte sich das ganz leicht an. Es entwickelte sich quasi von selbst und ich hatte hohe Anerkennung in dem, was ich tat. Als ich aufwachte, fühlte sich das richtig gut an.